Wie man Kosten im Haushalt senkt
Über das Thema Einsparungen im eigenen Haushalt hat wohl jeder schon einmal nachgedacht. Spätestens bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung ist die Bereitschaft groß, sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen.
Wenn dann die jährliche Stromrechnung zusätzlich noch eine Nachzahlung in Verbindung mit einer höheren monatlichen Abschlagszahlung verkündet, dann ist es so weit. Jetzt soll gespart und die Umwelt geschont werden.
Viele Verbraucher haben den Willen, aber nicht die nötigen Ideen zur Senkung der Haushaltskosten. Es ist aber gar nicht so schwer, den Ausgaben Schranken zu setzen. Sogar in den Hauhalten von Sparfüchsen gibt es weitere Einsparpotenziale. Man muss nur genau analysieren, wofür eigentlich im Haushalt Geld ausgegeben wird und welche Verhaltensweisen dazu beitragen.
Darüber hinaus gilt es einen kritischen Blick auf die vorhandenen Elektrogeräte zu werfen und das Einkaufs- und Verwertungsverhalten von Lebensmitteln unter die Lupe zu nehmen.
Was sind die kostenintensiven Anteile eines Haushaltes?
Die Betriebskosten für Heizung, Strom und Wasser sind unvermeidlich. Jedoch können sie in ihrer Höhe durchaus spürbar beeinflusst werden.
Dazu kommen die Utensilien zur Pflege und Reinigung des Haushaltes und die benötigten Lebensmittel. Wer an diesen Stellschrauben drehen will, der muss sich selbst beobachten und fragen, ob er sich im Umgang mit diesen Dingen vernünftig verhält.
Wird Energie wirklich effizient eingesetzt oder die Umwelt unnötig belastet?
Heizungsenergie- und Stromverbrauch hängen nicht nur vom verwendeten Gerät ab, sondern werden direkt durch das Verhalten des Benutzers bestimmt.
Der Wasserverbrauch ist wie der Stromverbrauch zu sehen. Er ist vorwiegend durch Verhalten steuerbar.
Braucht man wirklich mehrere Putzmittel? Sind es mehr als 3 im aktuellen Haushalt, sind auch hier Einsparungen möglich.
Nun bleibt noch die Frage, ob Lebensmittel in der Mülltonne landen. Wenn das nicht eine unbedingte Ausnahme ist sondern häufiger vorkommt, dann ist Einsparpotenzial vorprogrammiert.
Heizungsenergie effizient einsetzen und nutzen
Räume sollen nicht überheizt werden und nicht unnötig auskühlen. An die Heizkörper gehören heutzutage keine reinen Ventile sondern Thermostate. Sie regeln die Raumtemperatur selbständig. Man merkt sich die genaue Stellung des Thermostates für die angenehme Raumtemperatur und dreht das Thermostat nicht mehr weiter auf. Es wird die Temperatur im Raum selbst einstellen.
Bei Abwesenheit kann entweder die gesamte Heizungsanlage vorübergehend gedrosselt werden, oder man dreht alle Thermostate 1 Stufe kleiner. Das völlige Abdrehen ist kontraproduktiv und sollte unterlassen werden. Wenn man die durchschnittliche Raumtemperatur um nur 1 Grad absenkt, werden etwa 10% Heizenergie gespart. Man sollte es zumindest ausprobieren.
Ungemütlich sollte es aber nicht in den Wohnräumen werden. Wenn man Gäste erwartet, kann die Heizung gedrosselt werden. Jeder Erwachsenne heizt den Raum mit etwa 300 Watt. Beim Lüftungsverhalten sollte auf schnelle Querlüftung geachtet werden. Für wenige Minuten alle Fenster öffnen und die Raumluft komplett austauschen.
Möbel und Bausubstanz nicht auskühlen lassen, sondern nur für frische Luft sorgen. Ein gekipptes Fenster ist während der Heizperiode eine Todsünde. Es trägt kaum zur Lüftung bei und sorgt für hohen Energieverlust.
Strom und Wasser der Haushaltsgeräte im Verbrauch reduzieren
Unsere Haushaltsgeräte verbrauchen Strom und teilweise Wasser.
Moderne Accessoires und Geräte haben pfiffige elektronische Helfer, die den Energieeinsatz regeln. Moderne Waschmaschinen haben eine Mengenautomatik und prüfen über Sensoren den nötigen Wasserstand und seinen Verschmutzungsgrad. Sie benötigen weniger Strom zur Aufheizung und tauschen das Wasser nur, wenn es wirklich nötig ist.
Spülmaschinen verfügen über ähnliche Sensorik und spülen heutzutage sparsamer, als es von Hand möglich ist. Fachleute empfehlen als Faustregel, Geräte die 10 Jahre oder älter sind bei nächster Gelegenheit auszutauschen. Zumindest sollte eine Reparatur nicht vorgenommen werden.
Elektrische Wäschetrockner sollten nur in Notfällen benutzt werden. Sie sind wahre Stromfresser.
Ebenso verhält es sich mit Fernsehapparaten. Alte Röhrengeräte und auch Plasmabildschirme brauchen viel Strom. Sie sollten zumindest nicht ohne Zuschauer eingeschaltet sein.
Kühlschränke, Backöfen und Elektroherde haben eine spürbare Entwicklung hinter sich. Moderne Geräte haben dicke Wärmedämmungen erhalten und brauchen weniger Strom.
Vorheizen eines Backofens ist bei modernen Geräten Unsinn. Sie erreichen die gewünschte Temperatur in kurzer Zeit. Kochstellen mit Induktionstechnik sind im Vergleich zu Kochplatten und Ceranfeldern sparsamer mit dem Strom.
Spätestens bei der nächsten Kaffeemaschine sollte auf eine Isolierkanne statt einer Warmhalteplatte mit Glaskanne geachtet werden. Die Warmhalteplatte ist nichts weiter als ein Stromfresser. Alternativ kann zur Neuanschaffung kann der Kaffee nach dem Brühen in eine Thermoskanne umgefüllt werden.
Wasserverbrauch in Bad und Küche senken
Hauptverbraucher in Bad und Küche ist die Toilettenspülung. Sie sollte mit einer Spartaste ausgerüstet sein. Im Spülkasten kann zudem die Füllmenge justiert werden. Meist sind 1 bis 2 Liter weniger pro Spülgang immer noch ausreichend.
An den Ausflüssen der Armaturen ist der Einsatz von Perlatoren sinnvoll. Sie vermischen das ausströmende Wasser mit Luft und erzeugen so den Eindruck eines höheren Volumens.
Die Dusche verbraucht deutlich weniger Wasser, als ein Wannenbad.
Zusätzlich sind sparsame Duschköpfe und Wasserstoppsysteme im Handel erhältlich. Sie verteilen den Wasserschauer großflächig oder als Massagestrahl. Die Stoppsysteme sind mit einer Hand bedienbar und unterbrechen den Wasserfluss zum Einseifen kurzfristig.
An den Waschbecken ergibt sich hohes Einsparpotenzial, wenn das Wasser nicht ständig läuft. Beim Waschen oder Zähneputzen gehört das Wasser abgestellt. Es sollte nur die Menge entnommen werden, die tatsächlich im Augenblick für den Haushalt benötigt wird.
Stromverbrauch der Beleuchtung durch moderne Leuchten senken
Herkömmliche Glühlampen kosten in der Anschaffung kaum Geld. Viel mehr Geld wird für ihren Betrieb ausgegeben.
Moderne Leuchten mit Energiesparlampen in Gasentladungstechnik oder mit LED verbrauchen nur einen Bruchteil an Strom. Halogenlampen sind zwar beliebt, sie zählen aber nicht zur effizientesten Beleuchtung. Als Faustregel beim Aufspüren von unrentablen Beleuchtungskörpern gilt ein alter Grundsatz. Was heiß wird, ist nicht effizient.
Die geringste Temperaturentwicklung hat die moderne Leuchte mit LED. Ihr Licht hat bei den neueren Produkten eine warme und angenehme Färbung. Manche LEDs sind sogar in ihrer Farbe regelbar. Diese Art der Lampen sind in der Anschaffung nicht ganz billig, aber sie amortisieren sich durchaus durch ihre lange Lebensdauer.
Die Raumbeleuchtungen im Haushalt müssen nicht immer alle eingeschaltet sein. Wer auf unnötige Beleuchtung verzichtet, kann viel Strom einsparen. Wenn keine Personen im Raum sind, ist Beleuchtung sinnlos und teuer. Lässt man beispielsweise eine herkömmliche Glühlampe mit 100 Watt 100 Stunden lang brennen, verbraucht sie 10 Kilowattstunden und kostet etwa 2,75 Euro durch Stromverbrauch. Eine LED gleicher Lichtausbeute verbraucht etwa 8 bis 10 Watt. Sie würde daher nur ein Zehntel an Kosten verursachen und nur knapp 30 Cent an Strom verbrauchen.
Verhaltensänderung birgt großes Einsparpotenzial
Die einfachste Möglichkeit zu Einsparungen im Haushalt ist die Änderung des eigenen Verhaltens. Richtiges Vorgehen bei Heizung und Lüftung senkt die Ausgaben.
Elektrogeräte- und Accessoires sollten lieber ausgeschaltet werden, als im Standby gehalten zu werden. Eine offene Kühlschranktür lässt die Kälte entweichen. Ihre Öffnungszeit sollte kurz sein. Vor dem Öffnen des Kühlschrankes hilft eine kurze Überlegung, was man eigentlich aus dem Inneren haben möchte.
Für Tiefkühlgeräte gilt die gleiche Verfahrensweise. Truhen sind sparsamer als stehende Gefrierschränke, weil ihre Kälte nicht so schnell entweicht. Diese sollten zumindest Schubladen haben.
In Haushalten mit Kindern kann eine frühzeitige Erziehung zu vernünftigem Umgang mit Licht spürbare Einsparungen erbringen. Allerdings müssen die Erwachsenen als Vorbilder fungieren, sonst helfen die Absichten und Ermahnungen überhaupt nichts.
Beim Einkauf von Lebensmitteln hilft eine Planung des tatsächlichen Bedarfes beim Sparen. An diese Planung muss man sich anschließend auch weitgehend halten, damit keine überschüssig erworbenen Produkte im Mülleimer landen.
Einsparpotenzial gibt es in jedem Haushalt. Mit High-tech lässt sich viel erreichen. Das eigene Verhalten muss sich den modernen Geräten anpassen. Dann klappt´s auch mit der Einsparung.
Und wie sparen Sie Haushaltskosten?
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